Montag, 12. März 2012
I'm feelin' supersonic.
Über ein Monat ist es her, als ich hier das letzte mal schrieb. Immer mal wieder dachte ich
"komm poste doch mal wieder was, lass deinen Gefühlen freien Lauf.." Dann hab' ich es gelassen, weil ich mir selbst einredete, dass es eigentlich nichts bringt. Vielleicht schrieb ich auch nie, weil ich es eigentlich nicht brauchte. Aber jetzt, wo mich der Schulalltag wieder erdrückt und die Sehnsucht wieder größer wird, merke ich wie in mir eine Aggression wächst, welche ich nicht an meinen Mitschülern auslassen will.
Es läuft eigentlich im Moment. In zwei Wochen sind wir 5 Monate zusammen. Ich war zwar schon mal mit einem Mädchen länger zusammen, aber es ist doch klar, dass dies was anderes ist.
Fast 5 Monate und niemand schöpft Verdacht. Das ist keine schlechte Resonanz, wenn man bedenkt wie schwierig unsere Verhältnisse sind. Er ist umgezogen und nun ein wenig weiter weg von mir.
Aber er lebt nun allein. Jedes 2. Wochenende werde ich zu ihm fahren in der Hoffnung dass meine Eltern nicht spontan wünschen, dass ich nach Hause komme. Sie denken eben ich feier das Wochenende durch und schlafe bei Freunden die nahe der Innenstadt wohnen. Ich vermittel ein wenig den Eindruck eines Jugendlichen, der sich absolut jedes Wochenende so extrem abschießt, dass er nicht mehr in Lage ist nach Hause zu kommen. Davon sind sie nicht begeistert aber lieber denken sie das, als etwas anderes. Als Ausgleich versuche ich unter der Woche so viel wie Möglich im Haushalt zu machen. Es ist der Versuch einer "Wiedergutmachung" denn das schlechte Gewissen plagt mich Tag für Tag.
Sonntag, 29. Januar 2012
Ich fürchte den Montag.
| via |
Ich kam vor 20 Minuten nach Hause. Mittlerweile schon gelangweilt, wohlwissend dass wieder dieselbe Antwort wie immer kommt, fragt mein Vater mich wo ich denn das ganze Wochenende war. Ich sage dass ich bei Pedro war, das ganze Wochenende Party gemacht habe und nun erstmal in die Dusche springen werde. Meine Eltern sagen dazu nichts, da ich und Pedro seit der 5.Klasse unzertrennlich sind und es nicht ungewöhnlich war wenn wir das ganze Wochenende bei ihm oder bei mir verbrachten.
Nur die Tatsache, dass er seit Wochen nicht mehr bei mir war, scheint sie zu irritieren. Natürlich war ich nicht bei meinem besten Kumpel, sondern in der Wohnung. Mit ihm. In Wahrheit habe ich Pedro schon lange nicht mehr gesehen. Das Wochenende, dass sonst immer für unsere "beste-Kumpels" Zeit bestimmt war, ist nun die einzige Möglichkeit IHN zu sehen. Das ist schade. Und ich habe Angst dass ich im Moment einige meiner Freunde vernachlässige. Aber die Sehnsucht, und ich hätte niemals gedacht, dass ich sowas mal sage, ist zu stark. Selbst die Geburtstagseinladung einer anderen sehr guten Freundin habe ich abgelehnt.
Das Wochenende war wie immer wunderschön. Abseits vom Schulstress, von Hause, von all' den Anderen. Nur wir zwei. Eigentlich chillen wir zwei Tage lang nur im Bett, schauen Serien und Filme. Und jeden Sonntag sehe ich beim Blick auf die Uhr die gemeinsame Zeit wegrennen, gegen 19.00 fährt sein Zug, Abschied und wieder für mindestens 5 Tage getrennt. Dann will ich meistens einfach nur noch schlafen gehen..
Das einzig dumme ist nur, dass während ich mit ihm eine schöne Zeit hatte, meine ehrgeizigen Mitschüler fleißig Vokabeln lernten und Mathe Hausaufgaben machten. Montags starte ich meist sehr unvorbereitet in die Woche und das hasse ich. Ich hasse Montage allgemein. Ich habe sie immer gehasst. Und jetzt hasse ich sie
noch mehr. Weil ich unvorbereitet bin und weil es immer der erste Morgen ist an dem ich nach einem Wochenende zu zweit, allein aufwachen muss.
| so true |
Montag, 23. Januar 2012
"Woher kennt ihr euch eigentlich?"
| via |
Eine Frage die wir beide andauernd beantworten müssen.
Und bei der wir oft Lügen was das Zeug hält. Dieses Wochenende war ich bei ihm.
Und die Woche davor war zu meinem Geburtstag sogar bei mir. Wer er wirklich war wusste selbstverständlich niemand außer den gewissen Auserwählten.
Diese sollten auch so tun als würden sie Ihn, ein alter Kumpel, auch schon ewig kennen und sie spielten ihre Rollen grandios. Er fiel nicht sonderlich auf
und alle akzeptierten ihn als "normaler Freund."
Er ist 23 und somit ne Spur älter als wir, aber auch das merkte niemand.
und alle akzeptierten ihn als "normaler Freund."
Er ist 23 und somit ne Spur älter als wir, aber auch das merkte niemand.
Dieses Versteckspiel funktioniert wahrscheinlich nur weil wir ne Fernbeziehung führen und wir uns somit eh nur am Wochenende sehen können. Er kommt meistens zu mir. Denn dank einer sehr guten Freunden, oder sagen wir lieber sie gehört zur Familie, habe ich immer eine Wohnung in der wir das Wochenende verbringen können. Diese ist jedoch nur ca. 10 min von meinem Elternhaus entfernt und das macht es jedes Mal aufregend. Wie lange ich das noch aushalte ? Keine Ahnung. Schon oft waren wir kurz davor aufzufliegen. Naja wie gesagt, dieses Wochenende war ich bei ihm. Er wohnt in einer WG in der Stadt in der er studiert. Da ich hier auch nur ein "alter Freund aus Kinderzeiten" bin, kann ich ihn nicht oft besuchen. Das wäre einfach zu auffällig, Aber schön war es trotzdem. Und dieses Mal habe ich all' seine Freunde kennengelernt. Und wieder wussten sie natürlich nicht ganz wer ich war und wie wir zueinander stehen.
Donnerstag, 12. Januar 2012
irgendwann.
| via |
Es sind Gespräche mit meiner Mutter dich mich oft an meinem versteckten Leben zweifeln lassen. Wenn es anfängt emotional zu werden wie heute. Wir sprachen über eine Freundin von mir, welche ganz plötzlich ihre Mutter verlor und sich nun vor allen verschließt und sich selbst in jedem Bereich aufgibt. Da auch meine Mutter recht früh Vollwaise war ( Beide Elternteile verstarben an Krebs!) und ihr Bruder zwar wahnsinnig intelligent, jedoch psychisch krank, steckt auch in ihr die große Angst, dass sie uns mal früher verlassen muss als sie eigentlich sollte. Diese Angst, hat sie mir heute gesagt, wollte sie uns niemals spüren lassen. Und dennoch hatte sie immer das Gefühl, dass ich es ihr anmerke. Eher als mein Vater, der eher einen emotionslosen Eindruck ermittelt. Das stimmt, wir sahen sie kaum richtig leiden, doch wenn immer wenn ich es sah, zerbrach es mir das Herz! Ich glaube das schlimmste für mich ist, wenn ich meine Mutter weinen sehen.
Immer wieder sagt sie, wie stolz sie auf mich ist. Und auf unsere tolle Beziehung zueinander. Die Tatsache dass ich immer ehrlich zu ihr bin, ihr alles erzähle und ihr Vertrauen nicht ausnutze erfülle sie mit voller Stolz und Glück. Das liegt eben auch daran, dass sie zu meiner ein paar Jahre jüngeren Schwester nicht so ein Verhältnis hat wie zu mir. Jedoch stellt sich hier natürlich die Frage ob es besser ist einfach nichts zu sagen, wie meine Schwester, oder die Wahrheit zu verdrehen, wie ich es tue. Ich lüge meine Eltern sehr ungern an, deswegen mache ich es nie. Nur eben diese eine Sache wissen sie nicht und somit komme ich um das Lügen nicht herum. Auch wenn es, besonders bei meiner Mutter, sehr weh tut. Warum ich es ihr nicht erzähle ? Ich kann es nicht. Und ich will es nicht. Ich will ihre Illusionen von ihrem fast-perfekten Sohn nicht zerstören. Irgendwann wird der Tag kommen. Irgendwann. Aber nicht jetzt.
Und so muss ich mir heute Abend wieder eine Ausrede ausdenken, warum ich nicht zu Hause schlafe.
Glauben wird sie es im jeden Fall...
Sonntag, 8. Januar 2012
Ich bin kein Mädchen.
| via Nein, ich bin ein Junge. Wirklich ein ganz normaler Junge, der durchaus großen Wert auf sein Aussehen legt,es jedoch nicht an die große Glocke hängt. Ich lasse es mir kaum ansehen. In Wirklichkeit achte ich peinlich genau was ich morgens anziehe, lese die GQ damit ich in der Mode immer auf dem laufenden bleibe um dann am Ende den anderen das Gefühl zu geben "Ich habe nur mal eben irgendwas aus dem Schrank gezogen." Was das angeht, möchte ich so wenig wie möglich auffallen. Ich mag Fußball und ganz offensichtlich auch Mädchen. Denn ernst zunehmende Beziehungen habe ich ja vorzuweisen. Mädchen mögen mich. Man kann sagen, ich sehe nicht schlecht aus und meine "selbstbewusste" Art kommt oft gut an. Früher gehörte ich zu denen die eine Gruppe angeführt haben und sich das Recht nahmen über andere zu urteilen. Eben diese selbstbewusste Art ist schlichtweg eine Folge meiner schauspielerischen Fähigkeiten. Eigentlich bin ich ein ganz normaler Junge. Doch wäre ich so selbstbewusst, wie ich mich gebe, dann müsste ich meine Gedanken nicht hier zum Ausdruck bringen, sondern würde dazu stehen. Und auch wenn das hier alles so wahnsinnig melancholisch klingt, so bin ich wirklich ein lebensfrohes Kind. Ich liebe nichts mehr als mit Freunden zu lachen. Doch einigen würde das Lachen schnell vergehen, wenn sie wüssten dass ich mich verliebt habe. "In einen ganz normalen Jungen." - wie mich. |
Samstag, 7. Januar 2012
wer bin ich & was mache ich hier eigentlich ?
Es ist nicht so als hätte ich keine Freunde. Ich habe eigentlich sehr viele,
sehr gute Freunde.Nicht nur "Hallo-Tschüss"-Freunde. Sondern so richtige,
welche mit denen man eigentlich über alles reden kann. Nur über ein Thema muss ich schweigen, wenn ich lebe. In der Schule, in der Familie, wenn ich neue Leute kennen lerne. Ich muss, weil ich es will. Und ich will, weil sich sonst alles ändert. Drei Freunde kennen mein Geheimnis. Am Tag meines Geständnisses wurden diese 3 Freunde jeweils schlagartig zu einem noch wichtigeren Teil meines Lebens. Sie haben nur bedingt miteinander etwas zu tun und zwischen den Zeitpunkten liegen Jahre.
Ich will nicht wirklich, dass sie unter einander darüber reden. Ich will, dass niemand darüber redet. Jetzt noch nicht. Seit ca. 2 Monaten wird mein Leben durch eine positive Veränderung erschwert.
Auf einer Seite kann ich mich mehr als glücklich schätzen, auf der anderen Seite kann ich es jedoch fast niemanden zeigen. Dieser Blog ist eine Art Selbstversuch.
Ich möchte versuchen all die Dinge, die ich vor vielen verheimlichen muss, zu erzählen.
Mit allen für mich wichtigen Details. An eine anonyme Leserschaft.
sehr gute Freunde.Nicht nur "Hallo-Tschüss"-Freunde. Sondern so richtige,
welche mit denen man eigentlich über alles reden kann. Nur über ein Thema muss ich schweigen, wenn ich lebe. In der Schule, in der Familie, wenn ich neue Leute kennen lerne. Ich muss, weil ich es will. Und ich will, weil sich sonst alles ändert. Drei Freunde kennen mein Geheimnis. Am Tag meines Geständnisses wurden diese 3 Freunde jeweils schlagartig zu einem noch wichtigeren Teil meines Lebens. Sie haben nur bedingt miteinander etwas zu tun und zwischen den Zeitpunkten liegen Jahre.
Ich will nicht wirklich, dass sie unter einander darüber reden. Ich will, dass niemand darüber redet. Jetzt noch nicht. Seit ca. 2 Monaten wird mein Leben durch eine positive Veränderung erschwert.
Auf einer Seite kann ich mich mehr als glücklich schätzen, auf der anderen Seite kann ich es jedoch fast niemanden zeigen. Dieser Blog ist eine Art Selbstversuch.
Ich möchte versuchen all die Dinge, die ich vor vielen verheimlichen muss, zu erzählen.
Mit allen für mich wichtigen Details. An eine anonyme Leserschaft.
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